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Closing Costs – Kaufnebenkosten bei der Immobilienfinanzierung in den USA
Closing Costs bezeichnen sämtliche Gebühren und Kosten, die beim Abschluss einer Immobilienfinanzierung in den USA zusätzlich zum Kaufpreis anfallen. Sie sind ein fester Bestandteil jeder Transaktion und werden häufig unterschätzt. Für Käufer ist es daher entscheidend, die Closing Costs frühzeitig zu berücksichtigen, da sie die benötigte Liquidität und die Gesamtstruktur der Finanzierung maßgeblich beeinflussen.
Closing Costs als fester Bestandteil der US-Immobilienfinanzierung
In der Immobilienfinanzierung in den USA setzen sich die Closing Costs aus einer Vielzahl einzelner Positionen zusammen. Dazu gehören unter anderem Gebühren für Gutachten, Titelversicherung, Treuhandabwicklung, Behördeneinträge sowie bankseitige Kosten im Zusammenhang mit der Kreditvergabe. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Bundesstaat, Kreditart und Finanzierungspartner.
Typischerweise bewegen sich die Closing Costs zwischen zwei und fünf Prozent des Kaufpreises. Anders als das Down Payment fließen diese Kosten nicht in das Eigenkapital der Immobilie, sondern decken administrative, rechtliche und finanzielle Leistungen rund um den Abschluss ab. Entsprechend müssen sie in der Regel zusätzlich zum Eigenkapital eingeplant werden.
Die Höhe der Closing Costs steht auch im Zusammenhang mit der gewählten Finanzierungsstruktur. Faktoren wie der Loan-to-Value (LTV), der Interest Rate oder die Kreditart können Einfluss auf bankseitige Gebühren nehmen. In bestimmten Fällen ist es möglich, einzelne Kosten zu verhandeln oder im Rahmen der Finanzierung zu berücksichtigen, etwa durch sogenannte Lender Credits.
Für internationale Käufer ist Transparenz bei den Closing Costs besonders wichtig, da sich die Kostenstruktur deutlich von europäischen Modellen unterscheidet. Eine realistische Planung verhindert Liquiditätsengpässe kurz vor dem Abschluss und sorgt für einen reibungslosen Finanzierungsprozess.
Fallbeispiel
Ein Käufer erwirbt eine Immobilie in den USA zum Kaufpreis von 550.000 USD.
Kaufpreis: 550.000 USD
Closing Costs (ca. 3,5 %): 19.250 USD
Down Payment (25 %): 137.500 USD
Gesamter Kapitalbedarf zum Closing: 156.750 USD
Einordnung:
Die Closing Costs erhöhen den tatsächlichen Kapitalbedarf deutlich, obwohl sie keinen Einfluss auf den Immobilienwert oder den Beleihungsauslauf haben.
Ergebnis:
Closing Costs sind kein Nebenthema, sondern ein fester Bestandteil der Immobilienfinanzierung in den USA. Wer sie frühzeitig einplant, vermeidet Überraschungen und kann die Finanzierung strukturell sauber und realistisch aufsetzen.


